Ibiza und seine Provinzen
Die Insel Ibiza, bei allen Europäern geliebtes und geschätztes Reiseziel, ist eine der 4 balearischen Inseln. Mallorca, Menorca, Formentera und Ibiza. Die Insel Ibiza gliedert sich in mehrere Provinzen, jede mit besonderen Vorzügen und individuellem Charakter.
Eivissa – Ibiza Stadt: Die Hauptstadt von Ibiza birgt die meisten Einwohner der Insel und ist Treffpunkt des internationalen Jet Sets. Dalt Vila (die Altstadt) ist Weltkulturerbe, La Marina ist das Hafenviertel und Marina Botafoch birgt den Yachthafen, eine Nightlife Szene und exklusive Restaurants. An die Stadt schließen sich im Südwesten die Playa d´en Bossa und im Osten die Playa Talamanca an.
Sant Josep de Sa Talaia: Diese Provinz ist landschaftlich und exklusiven Tourismus betreffend, wahrscheinlich die interessanteste und anspruchsvollste Region der Insel Ibiza. Sant Josep selbst ist ein nettes kleines weißes Dorf und ca. 14 km von Ibiza Stadt entfernt. Die bekanntesten Strände sind die exklusive, lange Playa de las Salinas – ca. 7 km von Ibiza Stadt gelegen, die Cala d´Hort mit dem imposanten Meeresfelsen Es Vedra und die schicke Cala Yondal mit exklusivem Beach Service.
San Antonio: Die Stadt San Antonio ist kein Juwel, die Bahia de San Antonio mit dem berühmten Cafe del Mar aber recht ansehnlich, von dort bietet sich meist eine umwerfende Kulisse für die weltberühmten Ibiza Sunsets. Die Umgebung von San Antonio verfügt über zahlreiche Buchten, meist sehr gut besucht, Cala Bassa, Cala Conta, Cala Salada.
Sant Joan: Je weiter man von den Städten wegkommt, umso natürlicher und ursprünglicher wird die Insel. Hierzu gehören das romantische Bergdorf San Miguel, die Tropfsteinhöhlen von Puerto de San Miguel, die bizarre und einzigartige Westküste mit dem wildromantischen Cap Rubio und die Cala Benirras – einer der beliebtesten Sunset Spots.
Santa Eularia: Santa Eularia ist nach Ibiza die zweitgrößte Gemeinde auf der Insel, gemessen an den Einwohnern. Die Ostküste von Ibiza bietet eine gelungene Mischung aus weiten Buchten (Cala Llonga), netten Dörfern (Santa Gertrudis de Fruitera), modernen Siedlungen (Roca Llisa mit Golfplatz), vielen touristisch meist gut erschlossenen Buchten und Stränden (Cala Llenya, Cala Nova, Punta Arabí).
Formentera – Ibizas „kleine Schwester“
Wer seinen Urlaub auf den Balearen verbringen möchte, denkt sicher zunächst an die Insel, die den Deutschen angeblich am liebsten ist: Mallorca. Doch neben dieser stark besuchten und an einigen Plätzen ja leider gar nicht mehr so beschaulichen Insel gibt es ja auch noch Menorca und Ibiza – und eben Formentera. Diese „kleine Schwester“, die sich ca. 20 Kilometer südlich von Ibiza befindet, lockt mit viel Ruhe, türkisblauem Wasser und feinen weißen Sandstränden. Trotz der zahlreichen Tagestouristen, die sich mittlerweile in den Hauptreisezeiten von Ibiza-Stadt aus mit Ausflugsbooten hierher auf den Weg machen, kann man hier noch einen Urlaub jenseits der ausgetretenen Touristenpfade verbringen. Auch wenn die Insel zur Hauptsaison mittlerweile ebenfalls so gut wie ausgebucht ist – an die Touristenhochburgen der Nachbarinseln kommt Formentera – zum Glück – nicht heran. Natürlich ist dafür weniger Nachtleben und Partyszene zu erwarten – man wird vielmehr seine Zeit damit verbringen, die herrliche Natur und die relative Ursprünglichkeit der malerischen Insel zu genießen. Im Inneren Formenteras befinden sich an zwei Binnenseen die Salinen („Ses Salines“) die es zu besuchen gilt. Im äußersten Süden, der am dünnsten besiedelt ist, kann man ausgedehnte Spaziergängen in den Sanddünen unternehmen.
Schon lange vor den Zeiten des Massentourismus, war Formentera der Pilgerort von Hippies und Aussteigern aus aller Welt, darunter auch der eine oder andere Prominente. Dieses Flair der 70er Jahre ist Formentera nie ganz verloren gegangen – und das ist auch gut so, denn dies macht ihren ganz eigenen Charakter aus.
Eine Reise lohnt sich also für alle, die nicht unbedingt den Trubel der größeren Baleareninseln suchen. Vielmehr findet der Urlauber hier Ruhe und Entspannung und vielleicht auch etwas mehr Ursprünglichkeit und Überschaubarkeit als anderswo auf den Balearen. Wer zur Abwechslung dann doch mehr Party, Shopping und Kulturelles erleben möchte, kann ja auch für ein paar Tage die Schwesterninsel besuchen fahren – die Fährverbindung ist täglich zu nutzen. Die Überfahrt dauert etwa eine halbe Stunde und stellt übrigens die quasi einzige Verbindung zur „Außenwelt“ dar. Wenn das kein Grund ist, einfach mal für ein paar Tage auszusteigen und reif für die Insel zu sein! Auf nach Formentera!
Pure Entspannung auf Formentera
Auf der Insel Formentera macht man dann Urlaub, wenn man sich wirklich entspannen will. Mit einer Fläche von nur rund 82 Quadratkilometern ist sie die zweitkleinste bewohnte Insel der Balearengruppe.
Sehr häufig sind hier junge Familien anzutreffen. Grund dafür ist, dass Formentera wirklich keine Insel ist, auf der man zahlreiche Partylocations findet. Zu diesem Zweck sind ja auch bereits die „großen Schwestern“ Ibiza und Mallorca vorhanden. Auf Formentera gibt es die Möglichkeit, ein Ferienhaus zu mieten oder aber sich in ein Hotel einzumieten. Die Hotels sind dabei heutzutage mit ihren Clubanlagen immer noch beliebter.
Formentera eignet sich hervorragen für einen entspannten Strandurlaub am glasklaren Wasser des Mittelmeers. Unzählige Menschenmassen sucht man hier vergebens. Sicherlich sind auch hier eine Menge Menschen, allerdings bleibt dieser unbeliebte Massentourismus aus. Zur Not kann man auch immer noch eine der abgelegenen Badebuchten aufsuchen, in denen man dann zum größten Teil voll und ganz seine Ruhe hat. Man kann hier also einen wunderbaren Kompromiss finden, wenn man eine Mischung aus Entspannung, Natur und Strandurlaub sucht. Die Nähe zu Ibiza und Mallorca macht es außerdem möglich, sich mit einer Bootstour auf den Weg zu den beliebten Inseln zu machen. Die Reisen werden bei den Reiseveranstaltern vor Ort angeboten.
Aber auch auf Formentera selbst findet man eine große Attraktion, die man besuchen kann. Beim Namen „Formentera“ denken viele immer an die große Hippie- Kultur, die hier damals vorzufinden war. Zahlreiche Musiker und Künstler nannten Formentera damals Ibiza ihre Heimat. Als dort aber die Touristenanzahl immer größer wurde, sind viele vor dem Rummel nach Formentera geflüchtet. Heute gibt es Sonntags, der Tradition und dem damaligen Lifestyle zuliebe, immer einen riesen Hippie- Markt in Pilar (La Mola).
Wie bereits gesagt ist Formentera immer eine Reise wert.
Überall auf Formentera findet man gute Bars und Restaurants in großer Zahl. Das Zusammenspiel aus einer schönen Landschaft, netten Menschen und dem mediterranen Flair führen zu purer Entspannung. Man kann Formentera also als eines der schönsten Reiseziele der Balearen bezeichnen.

